Bekämpfung der Asiatischen Hornisse
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) –
Eine Bedrohung für Bienen und Biodiversität – wir bekämpfen!
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Art, die ursprünglich aus Südostasien stammt und sich seit ihrer Einschleppung nach Frankreich im Jahr 2004 rasant in Europa ausbreitet. In Deutschland wurde sie in den letzten Jahren vermehrt nachgewiesen, insbesondere in den südlichen Bundesländern. Ihre Anwesenheit stellt eine erhebliche Gefahr für heimische Insekten dar, vor allem für Honigbienen.
Ein einzelnes Hornissennest kann pro Tag mehrere hundert Bienen erbeuten, da sich die Asiatische Hornisse gezielt vor Bienenstöcken auf die Lauer legt und anfliegende Sammlerinnen abfängt. Dies führt nicht nur zu einem erheblichen Schwund in Bienenvölkern, sondern kann durch anhaltenden Stress auch deren gesamte Entwicklung gefährden. Die hohe Anpassungsfähigkeit von Vespa velutina, ihre schnelle Vermehrung und die Schwierigkeit, Nester frühzeitig zu erkennen, machen eine systematische Bekämpfung notwendig.
Im Gegensatz zur einheimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro), die eine geschützte Art ist und als nützlich für das Ökosystem gilt, da sie viele Schädlinge frisst, zählt die Asiatische Hornisse zu den invasiven Arten. Der Unterschied zwischen beiden Hornissenarten kann für Laien oft schwer erkennbar sein, weshalb es wichtig ist, sich über deren Merkmale zu informieren. Eine detaillierte Gegenüberstellung und Bestimmungshilfen bietet das Institut für Bienenkunde und Imkerei Veitshöchheim.


Gesetzliche Grundlage und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse
Die Asiatische Hornisse wurde durch die EU-Verordnung 1143/2014 als invasive Art eingestuft. Diese Regelung verpflichtet Mitgliedsstaaten, Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung zu ergreifen. In Deutschland sind die Landesbehörden für die Umsetzung dieser Maßnahmen zuständig.
Anders verhält es sich mit der Europäischen Hornisse, die gemäß § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) unter Schutz steht. Ihre Nester dürfen nur in Ausnahmefällen und mit behördlicher Genehmigung entfernt werden.
Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse erfolgt durch das gezielte Auffinden und Entfernen von Nestern. Durch zusätzliche Qualifikationen stehen wir für diese Maßnahmen den Behörden zur Verfügung. Dabei ist eine frühzeitige Meldung entscheidend, um die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Was tun bei einer Sichtung?
Wer eine vermeintliche Asiatische Hornisse oder ein Nest entdeckt, sollte dies umgehend an die zuständigen Stellen melden. In Bayern steht hierfür die offizielle Meldeplattform BeeWarned zur Verfügung:
Dort können Funde mit Standortangaben und Fotos hochgeladen werden, sodass Fachleute die Artbestimmung vornehmen und ggf. Maßnahmen einleiten können.“